Curriculum Vitae

Thomas Komm wurde im Jahr 1975 in Mühldorf am Inn geboren. Bereits im Alter von fünf Jahren erhielt er ersten Klavierunterricht bei der renommierten Pädagogin Gertrud Gerneth. Früh zeigte sich seine außergewöhnliche musikalische Begabung: Schon in seiner Kindheit trat er regelmäßig als Solist in Haus- und Musikschulkonzerten auf. Mit zwölf Jahren spielte er gemeinsam mit dem Schulorchester des Ruperti-Gymnasiums Mühldorf unter der Leitung von Fritz Gerneth das Klavierkonzert von Carl Ditters von Dittersdorf, das in der Dreifachturnhalle der Berufsschule Mühldorf aufgeführt wurde.

Im Alter von dreizehn Jahren setzte Thomas Komm seine pianistische Ausbildung bei der japanischen Pianistin Ayami Ikeba fort, Preisträgerin des Busoni-Wettbewerbs in Bozen und des Chopin-Wettbewerbs in Warschau, heute Professorin für Klavier an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Unter ihrer Leitung erhielt er intensiven Unterricht in Klavier, Gehörbildung und Musiktheorie. Bereits mit fünfzehn Jahren bestand er die Aufnahmeprüfung im Konzertfach Klavier an der Universität Mozarteum Salzburg und wurde als außerordentlicher Hörer in die Konzertfachklasse von Professor Christoph Lieske aufgenommen. Dem Aufnahmegremium gehörten unter anderem die Professoren Peter Lang, Alfons Kontarsky, Karl-Heinz Kämmerling, Hans Leygraf, Christoph Lieske und Anton Cyzek an.

Seine Studien am Mozarteum führte Thomas Komm bis zu seinem zweiten Diplom fort. Den größten Teil seiner Ausbildung erhielt er bei Professor Christoph Lieske, zwei Gastsemester verbrachte er bei Professor Hans Leygraf. Im Jahr 2002 schloss er das Konzertfach Klavier an der Universität Mozarteum Salzburg mit Auszeichnung ab. Sowohl in der internen Prüfung als auch im Diplomkonzert erhielt er die Bewertung „Sehr gut“. Das Programm seines Abschlusskonzerts umfasste die Erste Französische Suite von Johann Sebastian Bach, die Klavierstücke op. 11 von Arnold Schönberg sowie Ludwig van Beethovens Sonate op. 106 in B-Dur („Hammerklavier“).

Als Solist trat Thomas Komm mit verschiedenen Orchestern auf, darunter dem Philharmonischen Orchester Bad Reichenhall unter der Leitung von Dieter Demmler, dem Bayerischen Rundfunkorchester unter Professor Klaus Kaufmann, dem Leopold Mozart Orchester Salzburg unter Georg Steinschaden, der Salzburger Kammerphilharmonie unter Yoon Kuk Lee sowie dem Kammerorchester Ensemble Classico unter Pierre Cochand und Lui Chang. Seine Konzerttätigkeit führte ihn durch Deutschland, Österreich, die Schweiz und Israel.

Ein besonderer Schwerpunkt seines Repertoires liegt auf den großen Zyklen und Sonaten der Klavierliteratur. Wiederholt setzte er sich mit Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen, Beethovens Hammerklaviersonate, Liszts Sonate in h-Moll, Mussorgskis Bilder einer Ausstellung und Paul Hindemiths Sonate – Der Main auseinander. Letztere wurde in einer Produktion des Bayerischen Rundfunks aufgenommen.

Neben seiner solistischen Tätigkeit pflegt Thomas Komm eine rege kammermusikalische Zusammenarbeit. Er arbeitete mit dem Ambassador Quartett, mit führenden Mitgliedern des Bruckner Orchesters Linz, mit dem Geiger Lui Chang, dem Cellisten Dieter Nel sowie dem Sänger Norbert Steidl.

Während seiner Studienzeit erhielt Thomas Komm ein Vollstipendium für den Meisterkurs Komposition bei Professor Alexander Mullenbach an der Internationalen Sommerakademie Mozarteum Salzburg sowie ein Stipendium für den Besuch der Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth.

Sein wissenschaftliches Interesse führte ihn zunächst zu einer musikwissenschaftlich fundierten Magisterarbeit über das pianistische Lehrwerk „Die Kunst des Klavierspiels“ von Heinrich Neuhaus, betreut von Professor Siegfried Mauser. Daran anschließend verfasste er eine Dissertation im Fach Musikwissenschaft bei Professor Wolfgang Gratzer an der Universität Salzburg über „Die Klaviersonaten von Georg Anton Benda – geschichtlicher Stellenwert und formale Struktur“.

Seit dem Jahr 2002 widmet sich Thomas Komm neben seiner künstlerischen Laufbahn auch der pädagogischen Arbeit. Er unterrichtet im privaten Einzelunterricht u.a. hochtalentierte Schülerinnen und Schüler, die er gezielt auf nationale und internationale Wettbewerbe sowie auf Aufnahmeprüfungen und Diplomprüfungen an europäischen Konservatorien, Musikhochschulen und Universitäten vorbereitet. Seine Unterrichtstätigkeit zeichnet sich durch eine individuell angepasste Förderung, hohe künstlerische Ansprüche und eine intensive Auseinandersetzung mit musikalischer Form, Klanggestaltung und Ausdruck aus.

Das Repertoire von Thomas Komm umfasst einen weiten Bogen von der Musik Johann Sebastian Bachs über Ludwig van Beethoven und Franz Liszt bis hin zur russischen Romantik und zur zeitgenössischen Musik. Sein Spiel verbindet analytische Tiefe mit expressiver Gestaltungskraft und ist geprägt von einem feinsinnigen Verständnis für musikalische Struktur, Puls und Agogik.

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